Story

Aus Feuerwache.net Anleitung
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G. Risu war überwältigt. Eine so große Stadt hatte er noch nie gesehen. Überall große, bunte Werbeplakate, blinkende Lichter und geschäftiges Treiben. Diese Stadt verschlug ihm einfach den Atem. Als Kind wollte er schon immer Feuerwehrmann werden, jetzt wo er in die Metropole Prantgefairdet umgezogen war wollte er seinen Traum endlich Wirklichkeit werden lassen und der örtlichen Feuerwehr beitreten.

Doch etwas stimmte an dem Bild der modernen Metropole so ganz und gar nicht. G. Risu bemerkte es gleich am ersten Tag, als ein brennendes Auto am Straßenrand stand. Weit und breit keine Feuerwehr, kein Sirenengeheul und kein aufblitzendes Blaulicht. Stattdessen kamen Bürger mit Eimern und Kübeln, bis zum Rand gefüllt mit Wasser, herbeigerannt um damit das Feuer zu bekämpfen. Als er dieses wunderliche Treiben beobachtete ahnte er noch nicht, was hier wirklich los war. Er hatte gedacht, dass die Feuerwehr einfach noch einige Minuten brauchte um zum Brandherd zu gelangen, oder sie bereits mit anderen Einsätzen überfordert gewesen war - ein Grund mehr für G. Risu bei den örtlichen Behörden vorstellig zu werden. Aber als er wenige Stunden später beobachten konnte, wie das selbe Schauspiel von vorn begann - diesmal bei einem brennenden Haus - wurde er stutzig. Die Bürger kamen wieder mit Kübeln voller Wasser herbei gelaufen, einige auch mit Leitern um die Menschen aus den oberen Stockwerken befreien zu können, und wieder war weit und breit keine Feuerwehr in Sicht. So fasst er sich ein Herz und fragte die Helfer wo denn die Feuerwehr sei. Der Angesprochene erwiderte nur mit einem fragenden "hm?".
"Na die Feuerwehr!"
"hmmm?"
"Die Männer mit den großen roten, lauten Autos, die die Feuer bekämpfen?!"
"hmmm... Noch nie davon gehört. Was genau soll das denn sein?"
"Ihr habt hier wirklich keine Feuerwehr? Löscht ihr die Feuer immer selbst?"
"Ja. Das funktioniert auch ganz gut. Im letzten Jahrhundert ist die Stadt nur 23 Mal komplett abgebrannt."
Beim letzten Satz strahlte der Mann über das ganze Gesicht. War es doch für ihn ein Erfolg, dass es noch nicht zu einem 24. Mal gekommen war. Die nächsten Nächte verbrachte G. Risu schlaflos. Was, wenn jetzt hier ein Feuer ausbrechen würde? Was wenn er mit einem Fahrzeug verunglücken würde? Was wenn...

Am 5. Tag fasste er einen Entschluss: Wenn es hier keine Feuerwehr gibt, dann musste er eben selbst eine gründen. Schließlich wollte er erstens Feuerwehrmann werden, zweitens den Bürgern helfen und drittens das 24. Großfeuer verhindern. Wie gut, dass er durch den Umzug und den Verkauf seines alten Hauses in Veuervrai noch eine Menge Geld auf dem Konto hatte. Das sollte reichen um eine kleine Wache und ein Fahrzeug zu beschaffen und ein paar Freiwillige zu rekrutieren.